Neues von der Baustelle Schiffshebewerk Niederfinow
Die Märkische Oderzeitung berichtet vom Baufortschritt am Schiffshebewerk Niederfinow und zeigt dazu dieses vom WNA Berlin bereitgestellte Foto.
Die Märkische Oderzeitung berichtet vom Baufortschritt am Schiffshebewerk Niederfinow und zeigt dazu dieses vom WNA Berlin bereitgestellte Foto.
Die letzten Äußerungen aus dem BMVBS lassen viele Regionen unruhig werden, in denen eine Wasserstraße regional zwar eine Rolle spielt, aus dem fernen Bonn (Sitz des BMVBS) aber nicht wahr genommen wird und deren Wasserstraße Dank der neuen Kategorisierung hinten runter fällt.
Für Sachsen-Anhalt ist dies die Saale, die irgendwann angefangen wurde auszubauen, was durch den Krieg dann unterbrochen wurde und für die jetzt große Pläne existieren, die aber an den Ansichten aus dem BMVBS scheitern werden.
Das Magazin boote schreibt in seinem online-Auftritt über den Neubau des südlichen Teils des Werbellinkanals und zeigt dabei auch dieses Bild von der Eröffnungsfahrt:
In der Reihe “Beruf der Woche” stellt die ZEIT den Beruf des Wasserbauers vor, zeigt dabei einen Kollegen beim Bedienen eines Nadelwehrs bei Saarbrücken und würfelt einiges zusammen, was im Endeffekt nur bedingt zusammen gehört. Fakt bleibt aber, Wasserbauer ist ein spannender Beruf. Der allerdings in Deutschland sehr von staatlichen Vorgaben abhängt.
Die Märkische Allgemeine schreibt etwas über die Historie rund um den Hafen Königs-Wsterhausen und den Teltowkanal:
Beim Ausbau des unteren Vorhafens für das neue Schiffshebewerk Niederfinow wird einiges an Aushub anfallen, u.a. auch größere Mengen an Torf, die Märkische Oderzeitung berichtet:
Niederfinow (moz) Beim Bau des neuen Schiffshebewerkes fallen bis zu 200 000 Tonnen Torf an. Der Bauherr, das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Berlin, sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg suchen dafür jetzt Interessenten.

Schiffshebewerk in Niederfinow (HDR)
HDR gibt auch dem Schiffshebewerk Niederfinow eine neue Wahrnehmung und erinnert mich daran, daß ich HDR auch probieren wollte. Gefunden habe ich diese und weitere Bilder auf dem Blog Aaliyahs Photo Graphics
Bildtitel: Bruch Staumauer Edersee
- Bildbeschreibung: Das Bild zeigt die 1908-1914 erbaute und durch eine Bombe 1943 zerstörte Staumauer beim Auslaufen der Stauhaltung, betroffen ist der Überlauf im Mittelstück
Quelle: Bruch Staumauer Edersee
Ein interessantes Bild eines Modells einer nicht ausgeführten Version des Schiffshebewerks von Niederfinow habe ich heute im Bundesarchiv gefunden:

Bauwerksmodell Schiffshebewerk Niederfinow
Der Text zum Bild:
Beschreibung:
Bildtitel Bauwerksmodell Schiffshebewerk Niederfinow
Archivnummer HB413
Bildbeschreibung Bauwerksmodell Schiffshebewerk Niederfinow, 1953 instand gesetzt von WSD Hannover
Die WSD Hannover heißt heute WSD Mitte und betreut vor allem den Mittellandkanal und den Elbe-Seiten-Kanal.
Erst auf dem zweiten Bild wird deutlich, was das erste zeigt. Denn hier ist der stählerne Überbau, der den Trog hält, zu erkennen:

Modell Schiffshebewerk Niederfinow
Bilderquelle: Historisches Bildarchiv der Bundeswasserstraßen der Bundesanstalt für Wasserbau

Kommunismus – das sind Sowjetmacht plus Elektrifizierung des gesamten Landes – Lenin
Die Bilder waren für u.a. auch deshalb interessant, weil ich vor 15 Jahren zu einer Exkursion in Uglitsch weilte.
>>Gut ausgebaute Wasserstraßen könnten Staus auf Straßen und Engpässe auf Schienen erheblich verringern.<<
Schon längere Zeit dauert die Sanierung der Talsperre Klingenberg in Sachsen an. Die Arbeiten sind jetzt in eine entscheidende Phase gekommen, die alte Dichtwand wird abgerissen und anschließend eine neue gebaut. Die Sächsiche Zeitung nutzt diesen Anlaß für einen Artikel, der die weiteren Arbeiten und auch das Funktionsprinzip der Talsperre erklärt.
Über die andauernden Aktivitäten der Eisbrecher des WSA Eberswalde und Polens auf der Oder und dem Dammschen See (Jezioro Dabie) erfährt man derzeit am ehesten etwas aus der Presse. Aktuelle Mitteilungen des WSA sind rar gestreut. Aber immerhin wird durch das aktuelle Bild der Woche darauf verwiesen:

Kopfeisbrecher (vorne die "Frankfurt", hinten ein polnisches Schiff) in Höhe Neurüdnitz – Bild der Woche von der Homepage des WSA Eberswalde entliehen
Interessante Zahlen vermeldet B2B in einem kurzen Artikel zum Eisbrechereinsatz in Hamburg: Eisbrecher im Hamburger Hafen beenden Einsatz. Demnach handelte es sich nicht um den längstenEisbrechereinsatz in Hamburg, dieser fand 1996 statt. Warum aber die "Kienitz" von der Oder für das Aufmacherbild genutzt wurde, werden wohl nur die verantwortlichen von B2B wissen.
Laut Wetterbericht könnte es in den nächsten Tagen etwas mehr als nur Antauen und so mehren sich die Sorgen für die Folgen der Schneeschmelze. Die MAZ hat sich zu dem Thema mit verschiedenen Behördenvertretern in Verbindung gesetzt und berichtet darüber: WINTER: Warten auf die Schmelze – Bis zu 70 Liter Tauwasser könnten pro Quadratmeter entstehen
Und auch an den Wasserstraßen wird das Ansteigen der Temperaturen aufmerksam beobachtet. Die MAZ berichtet dazu über den Beginn des Eisaufbruchs auf dem Lehnitzsee: WASSERSTRASSEN: Der Eisfuchs boxt – Start für den Eisbrecher auf dem Lehnitzsee / Schiffe können aber noch nicht fahren

Die Kräne im Hafen Schwedt, aufgenommen am 9.4.2009
Obwohl der Schwedter Hafen schon ein Paar Jahre in Betrieb ist, hat er noch immer keinen Bahnanschluß und kann sein Potential nicht richtig ausschöpfen. Dies soll sich aber in den kommenden zwei Jahren endlich ändern. Geplant wird schon länger an einer Gleisverbindung, wie der Nordkurier (und auch die MOZ) jetzt aber meldet, soll mit dem Bau des Gleises in diesem Sommer endlich begonnen werden:
Schwedter Hafen bekommt Bahngleise / Hafengeschäft mit Schwefel angekurbelt
Wie der Artikel aber auch richtig feststellt, benötigt der Hafen den Ausbau der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße (HoFrieWa) für Küstenmotorschiffe für eine höhere Auslastung und dadurch verbesserte Wirtschaftlichkeit. Für den Ausbau wurde durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung vor einigen Jahren bereits ein Planfeststellungsverfahren eröffnet, welches aber nicht abgeschlossen werden konnte, da es durch Fußnote 68 aus dem Bundesverkehrwegeplan eine politische Hürde zu überwinden galt.
Ein kleiner Ausflug brachte uns nach Fürstenberg, wo wir uns die Baustelle für die neue Schleuse ansehen wollten. Von den Bauarbeiten ist nicht sehr viel zu sehen, da vieles auf Grund des Winters unter einem Zelt stattfindet. Deutlich wird aber, daß die Schleuse größer als die alte wird.
Die neue Schleuse soll 11 Meter breit werden und damit ungefähr doppelt so groß wie die alte Schleuse. Die Tore behalten dagegen eine ähnliche Breite wie bei der alten Schleuse, werden aber versetzt angeordnet. Damit wird in Fürstenberg eine Schleuse in einer lange nicht mehr gebauten Form errichtet, die im 19. Jahrhundert aber auf vielen märkischen Wasserstraßen gängig war. Z.B. sind alle noch erhaltenen Finowkanalschleusen so gebaut worden.
Durch diese Bauweise sind die Kosten theoretisch zwar höher als bei einem Neubau in der alten Form, allerdings kommen die seitlichen Spundwände frei von den Gründungen der alten Schleusenmauern, so daß während der Bauarbeiten mit weniger Komplikationen gerechnet wird. Außerdem erhöht sich die Kapazität der Schleuse, da jetzt doppelt so viele Schiffe hinein passen werden und im Vergleich zu einer doppelt so langen Schleuse mit alter Breite sind die Kosten dann auch wieder geringer.
Auch im unteren Vorhafen der Schleuse wird fleißig gebaut. Die Spundwand auf der Südseite steht schon, muß aber noch abgedeckt werden. Die Arbeiten hier wurden erforderlich, da bei der Nachrechnung der Spundwände festgestellt wurde, daß die alten nicht weit genug in den Untergrund einbinden. Durch das parallele Arbeiten wird eine spätere Sperrung umgangen.
Der Neubau der Schleuse wird durch das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Berlin durchgeführt und auf der Homepage des WNA sind weitere Informationen zum Neubau zu finden: Ersatzneubau der Schleuse Fürstenberg/Havel. Die Planungen für den Ersatzneubau wurden durch das Ingenieurbüro BDC Dorsch Consult durchgeführt und so sind auf deren Homepage Bilder zu finden, die das zukünftige Aussehen der Schleuse zeigen:

Unterhaupt der neuen Schleuse Fürstenberg, Quelle: BDC Dorsch Consult – Ausgewählte Projekte
Neben den ganzen offiziellen Bildern geistern natürlich auch noch viele private Aufnahmen durch das Netz. Eine Sammlung von Bildern, die den Baufortschritt gut darstellen, habe ich auf dem boote-forum.de gesehen: Wo einmal eine Schleuse war! Die Diskussionen rund um den Neubau sollte man jedoch vielleicht nicht ganz so ernst nehmen.

Bild: teamdochnoch
Die Oder bei Widuchowa am 25. Februar 2006
Das anhaltende Winterwetter sorgt auch für Behinderungen auf den Wasserstraßen. Die Oder ist inzwischen auf weiten Teilen komplett vereist und gesperrt, auf vielen Kanälen geht nichts mehr und in anderen Bereichen bemühen sich Eisbrecher die Schifffahrt oder das Eis am Laufen zu halten.
Für mich Zeit auf ein Paar interessante Artikel im Web aus den letzten Tagen hinzuweisen:

Stahlfachwerk und Trogseile am Schiffshebewerk Niederfinow
Auch in diesem Jahr wird die Winterzeit für eine Sperre und Überholungsarbeiten am Schiffshebewerk Niederfinow genutzt. Hauptarbeit ist die Instandsetzung der Achslager des Zwischenrads am südwestlichen Trogantrieb. Die MOZ berichtete gestern online darüber: Jetzt wird gehämmert und geölt
Ein eigenartiges Schauspiel bietet sich immer häufiger im Norden Spaniens. Aus den Fluten des Yesa-Stausees kommen bei niedrigem Wasserstand die Yesa Thermen wieder zum Vorschein.

Yesa Thermen aus dem Beitrag: "Wenn das Thermalwasser kommt, herrscht Dürre",
Telepolis nutzt die Ereignisse rund um den Yesa-Stausee zu einem kurzen lesenswerten Artikel über die Verschärfung des Wassermangels in Spanien.
Die MOZ berichtete über das aktuelle und zukünftige Baugeschehen am Schiffshebewerk in Niederfinow. Der wichtigste zukünftige Arbeitsschritt wird das Einbringen des Beton für die Unterwaaserbetonsohle sein und soll im Januar erfolgen. Wenn die Sohle fertig gestellt und das Wasser abgepumpt ist, kann endlich ein Blick in die Baugrube getan werden:
Die neue Kaiserwegbrücke steht schon eine Weile und ist auch in Betrieb genommen. Für die Schifffahrt hatte sich dadurch allerdings noch nichts verbessert, da noch immer die alte im Weg stand. Inzwischen wurde die alte Kaiserwegbrücke durch das WSA Eberswalde abgerissen und somit stehen auf einem längeren Wasserstraßenabschnitt gut Durchfahrtshöhen zur Verfügung.
Das WSA Eberswalde hat dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht: Ein Nadelöhr verschwindet! Die derzeit niedrigste Brücke an der Havel-Oder-Wasserstraße wurde abgerissen.
Auf der Baustelle des Werbellinkanals ist es inzwischen ruhiger geworden, hinter den Kulissen tobt ein Rechtstreit allerdings weiter. Wie die MOZ jetzt berichtete sieht es für die Gemeinde Marienwerder aber besser aus: Gerichtsbeschluss bestärkt die Gemeinde
Der Bau des neuen südlichen Teils des Werbellinkanals ist inzwischen sehr weit fortgeschritten. Was fehlt sind noch die Brücken, der Rest scheint fertig zu sein:
Schon faszinierend die Idee, mit Aluminiumspänen und Eis ins Weltall zu starten: Raketen fliegen mit Eis und Aluminium
Eberswalde hat sich vor kurzem für den Weiterbetrieb des O-Bus-Netzes entschieden und 12 neue Busse bestellt. Dafür, daß dies aber die letzten sein könnten, sorgen Unternehmen wie Sinautec Automobile Technologies, die an Elektrobussen der nächsten Generation arbeiten.

Bild gefunden bei: Ultracapacitor Buses Work… As Long as You have Lots of Quick-Charge Stations
Die Busse sollen den Strom an ihren Haltestellen aufnehmen und für die Fahrt in Superkondensatoren zwischenspeichern, zusätzlich soll weiterer Strom beim Bremsen zurückgewonnen werden.
Superkondensatoren können im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Akkus zwar erheblich weniger Ladung aufnehmen und die Busse so nur wenige Kilometer fahren. Allerdings kann der Strom dann auch viel schneller abgeben und auch aufgenommen werden als bei den bisher entwickelten Akkus.Und bei Bussen, die im dichten Haltestellennetz unterwegs sind, spielt dieser Nachteil nur eine untergordnete Rolle.
Durch die Unabhängigkeit von Stromleitungen kann das für Eberswalde und den Barnim bedeuten, daß bei einem Einsatz derartiger Busse nach Ablauf der Nutzungszeit der jetzt angeschafften O-Busse, die scharfe Trennung zwischen Stadt- und Überlandlinien wieder aufgeweicht wird, weil die Busse flexibler eingesetzbar sind und trotzdem weiter ohne lokale Abgase durch die Stadt gefahren wird. Zudem könnte auch auf evtl. anzuschaffende Dieselbusse verzichtet werden. Vielleicht fährt dann irgendwann der gesamte Barnim mit Strom, auch auf den weiteren Linien.
gesehen bei: E-Bus 2.1